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Mysteryland
Ravepedia war für euch am 27.08.2016 auf einem der größten, holländischen RAVES. Mit ca. 60.000 Besuchern, steht dieses Festival seit 1993 ganz oben auf der Liste der Festivalbegeisternden. Die Rede ist von Mysteryland! Ein ganzes Wochenende beebte des niederländische Haarlemmermeer! Auch dieses Jahr machte die „Mother of Tomorrowland“ seinem Namen alle Ehre. Mit 14 Areas war das Festival in verschiedene Themenbereiche eingeteilt und doch erkannte man deutlich einen roten Faden. Das Motto war „Birds flying high“. Genug zu den Eckdaten, jetzt widmen wir uns den Erfahrungen und Eindrücken unseres Teams.
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Wir machten uns ein Tag vor Beginn des Festivals auf den Weg in die Niederlande. Als wir noch 50 km von dem Festivalgelände entfernt auf der Autobahn waren, sahen wir schon Schilder, die uns zusätzlich den Weg auf das Gelände wiesen. Das lockerte natürlich die Stimmung und sorgte für eine unglaubliche Vorfreude.

Das Hotel, das wir auf dem Weg nach Holland gebucht hatten, entpuppte sich als perfekte Unterkunft. Nur 10km vom Festivalgelände entfernt (In der Nähe des Flughafens) standen sich 3 große Hotelketten gegenüber. Das Bastion Hotel, NH Hotel und das Best Western. Das Preis-Leistungsverhältnis war gut. Direkt nebenan ein MCDonald’s, der am späten Abend, nach unserer langen Reise, eine echte Rettung war.

Am Festivalmorgen standen uns kostenfreie Shuttelbusse und sogar eine Limo zur Verfügung, welche von den Hotels gemeinsam organisiert wurden. Die wartende Menge an Festivalbesuchern wurde mit kaltem Wasser, Sekt und einer Hawaii-Blumenkette versorgt. Das Personal war sehr freundlich und engagiert. Nach einer 15-minütigen Fahrt fanden wir und direkt vor dem Süd-Eingang wieder.

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„Ein farbenfrohes Paradies mit super gut gelaunten Menschen“

Nach einem stressfreien und schnellen Zugang befanden wir uns auf dem großen Festivalgelände. Eine Karte des Geländes mit Eckdaten war bei der Weite des Festivals gerne angenommen. Sie enthielt ebenfalls das Line Up mit Timetable, damit man den Überblick nicht verliert ;-). Die Menschen waren bestens gelaunt und stimmungsvoll in Richtung Schließfächer gegangen, von denen es an jedem Eingang ausreichend zur Verfügung gab.
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Die Q-Dance Stage auf der Nordseite des Geländes war augenscheinlich die größte Open- Air Stage. Da die Pyramidenförmige Wiese dahinter einfach als verlängerte Tanzfläche diente. Von oben hatte man die beste Übersicht auf die Stage. Die Q-Dance Stage war wie jedes Jahr sehr beliebt bei den Besuchern. DJ’s wie Hard Driver, The Viper, Wildstylez und Frequencerz haben mit viel Hardstyle der bebenden Menge mächtig eingeheizt.

Ob tagsüber oder am Abend, die Stage erstrahlte in vielen verschiedenen Farben und war nie leer anzutreffen. „Man steht jetzt schon seit einer Stunde hier und die Bühne kann sich immer noch wandeln“.

Als die Menge eingeheizt war, konnte keiner mehr das Closing von THE VIPER abwarten. Alle versammelten sich an dem Q-Dance Floor. Darüber hinaus feierten die Menschen auf der Pyramidenförmigen Wiese im Hintergrund. Alle waren am Tanzen. Niemand wurde ausgegrenzt. Wie eine große Familie der Hardstyle-Begeisterten. „Man fühlt sich einfach dazugehörig“ wie ein deutscher Gast und gesagt hatte.

Das Closing von The Viper wurde mit einem riesigen Feuerwerk abgeschlossen. Es war so mächtig, dass wir das Spektakel nicht einmal komplett auf die Kamera bekamen. Nach ca. 5 Minuten war es durch ein großes Finale beendet. Die Musik erlosch und alle machten sich auf den Heimweg.
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Als zweitgrößte Open-Air Stage waren die Festivalbesucher auf der Mainstage mindestens genauso in Stimmung wie auf der Q-Dance Stage. Sie war auf der anderen Seite des Geländes, auf der Süd-Seite.

Weltberühmtheiten wie Lost Frequencies, Afrojack, Galantis und Don Diablo legten an diesem Samstsag dort auf. Je später es wurde, desto mehr füllte sich die Stage. Die atemberaubende Lichtershow am späten Abend ließ so manches Herz höherschlagen.

Ausgelassen feierten die Menschen, die Liebe und das Leben. Afrojack machte die Closing Party als letzter Act zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Das Set war überzogen von den neusten Hit’s großer Künstler wie z.B. Justin Bieber.

Afrojack machte mit seinem eigenen Flair jedes Lied zu einem Elektronischen Feuerwerk. Somit war für JEDEN etwas dabei. Danke Afrojack für ein unvergessliches Closing.
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Die Elrow Area befand sich auf der Südseite. Eine mit Liebe gestaltete und dekorierte Area die typisch nach Elrow Flair durchgesetzt wurde. Im Gegensatz zu den anderen zwei Stages war Elrow in einem riesigen Zelt aufgebaut und schaffte eine wohlfühlende und angenehme Atmosphäre. Das Closing brachte Seth Troxler zum Beben. Das Zelt war bis auf den letzten Platz voll und die Stimmung am Höhepunkt.
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Hungrig erreichten wir das Festivalgelände und konnten erfreut feststellen, dass gleich eine große Auswahl von verschiedenen Ständen verfügbar war, um den ersten Hunger zu stillen. Asiatische Reis/Nudel Gerichte, Pizza, Burger, Fruchtbecher oder Pommes umgaben uns gleich nach Betreten des Festivalgeländes. Wir entschieden uns schließlich für die Asia Box mit Hühnerfleisch und Currysoße. Aus den heißen Pfannen frisch in die Papp!- Box, das schmeckte man auch – sehr lecker!
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Als Anmerkung hier muss zudem erwähnt werden, dass Mysteryland sehr viel Wert auf Müllverwertung legte, was sich durch ökologische Verpackungsmaterialien des Essens oder großen, zur Mülltrennung ausgelegten Recyclingeimern äußerte.

Dies resultiert wohl aus der gemeinsamen Zusammenarbeit mit Greenpeace, welche stets bemüht waren das Gelände sauber zu halten und sogar das Camp vor Ort aus erneuerbaren Energiequellen, wie Solarenergie, betrieben.  Die 1000 Plastikbecher, welche am Ende des Tages allerdings das leere Gelände schmückten, ließen dies nur leider schnell wieder vergessen.
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Nach gelungenem erstem Snack gönnten wir uns dann ein erstes Bier. Dieses entsprach Heineken, welches durchaus genießbar war. Ein Bier gab es für einen Token. 1 Token = 2,70€. Nicht gerade billig, aber für diese Festivaldimension normal. Wasser gab es ebenfalls für einen Token, für 1,5 gab es Cola und für Cocktails oder etwas mehr Abwechslung in der alkoholischen Getränkeauswahl zahlte man dann auch seine 3-3,5 Token. Dafür bekam man aber einen kreativen, frisch gemixten und reichlich beschwipsten Becher. Die Flaschen reichte man ohne Deckel, was die Aufbewahrungsmöglichkeit etwas erschwerte ;). Jedoch galt das Motto: „Wasser gehört allen“, weswegen Leitungswasser für jeden Besucher kostenlos an den Toilettenbereichen zur Verfügung stand.

Zur späteren Stärkung gönnten wir uns dann auch noch eine Tüte Pommes. Leckere, besonders kartoffelige, dem Anschein nach handgemachte dicke Stäbchen, gereicht als eine reichliche Portion. Die Kartoffeln sollten, um weiterhin den ökologischen Gedanken zu wahren, von lokal angebauten, nur wenige Meter vom Campingplatz entfernten, Feldern stammen. Auch für die vegetarischen oder veganen Festivalfreunde ließen sich an fast jedem Essensstand reichlich Alternativen finden.
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Unser erstes Interesse wurde geweckt als wir im Wald auf diesen riesigen Aufzug stießen, welcher von attraktiv gekleideten Portierdamen geschmückt wurde. Wir beschlossen uns spontan dazuzugesellen und unterhielten uns mit den anderen, neugierig Wartenden. Keiner wusste so genau was hinter der Tür zu erwarten war und auch keine der schicken Damen wollte uns einweihen. Als wir nach kurzer Wartezeit endlich eintreten durften, empfing uns erneut eine nette Portierdame und weitere Fahrgäste, die vor uns den Aufzug betraten. Die Fahrstuhlfahrt wurde mit verschiedenen kleinen Witzchen unter Anleitung unserer Portierdame unterhaltsam gemacht. „Stockwerk 4, bitte“ sagten wir und los ging die augenscheinliche Fahrt. Irgendwann öffnete sich auch die Fahrstuhltür für uns und wir wurden in einer Hotelszene empfangen. „Haben Sie reserviert?“. Ein klares „Ja“. Und so wurden wir in den nächsten Raum begleitet, in welchem unsere Reservierung auch schon auf uns wartete….
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Wir verließen den Aufzug mit sehr guter Laune und Vorfreude auf alles Kommende. Wer genau wissen möchte was hinter der Tür auf einen wartet, der soll sich diese Überraschung nicht nehmen lassen und den „Mysteryland-Elevator“ selbst einmal ausprobieren ;).

Ein paar Meter weiter wartete die nächste Attraktion auf uns: das Puppentheater. Hier öffnete sich alle paar Minuten der Vorhang und ein Schauspiel aus Menschen, welche geschminkt waren wie Puppen und an Fäden hingen, begleitet zu leicht verstörenden Klängen, übte Faszination auf einen aus.
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Installationen wie an verschiedenen Pfaden entlang führende Schilder mit inspirierenden Weisheiten oder der Geschichte von Alice im Wunderland, in den Bäumen verankerte Sessel aus Stahl, reflektierende Wände mit Rauch, ein riesiger weißer Bär im Anfangsbereich, begleiteten den Weg durch die kleine eigene Welt und spiegelten das künstlerische und mit liebe gestaltete Festivalgelände wieder. Zudem entdeckten wir die riesigen aufgeblasenen pinken Bälle, in denen man sich verlieren konnte sowohl von außen als auch von innen.

Wer zu all dem Spektakel aber noch immer nicht genug Adrenalin getankt hatte, konnte sich auch in Richtung Norden an der Q-Dance Stage in die Tiefe stürzen und einen Bungeejumping-Sprung mit atemberaubender Kulisse und Blick auf das Gelände gönnen.
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Auch neuste technische Fortschritte bot Mysteryland seinen Besuchern. So konnte in der Spitze der „iconic Pyramide“ in relaxter Atmosphäre das Festival über einen virtuellen Livestream weiter verfolgt werden. Für alle Daheimgebliebenen gab es die Möglichkeit die gigantischen 360 Grad Auftritte auf dem Youtube Channel zu verfolgen. Somit zählt Mysteryland als Vorreiter, also erstes Festival, welches „Virtual Reality“ nutzt.

Da die müden Tanzbeine und der ausgepowerte Raver-Geist auch einmal eine Pause brauchen, bietet Mysteryland jede Menge Möglichkeiten zum Entspannen und neue Energie zu tanken. Healing Garden ist hier wohl die beste Möglichkeit zur vollständigen Regenerierung. Ob Massagen oder eine kurze Meditationsrunde, hier findet jeder zurück zu neuer Energie. Kleine mit Kissen ausgelegte Häuschen, in denen ätherische Öle durch die Luft schweben und sanfte Elektrobeats klingen, tragen zudem ihren Teil bei.

Wer aufgetankt mit all der euphorisierten und meditativen Stimmung diese dann auch noch mit jemand ganz Besonderen teilen möchte, hat zudem die Möglichkeit in „Healing Garden“ spontan zu heiraten. Eine Kapelle, Stühle sowie die passende Dekoration standen für jedermann bereit um seine ganz persönliche Festivalhochzeit zu feiern.
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Die Party war zu ende. Schade. Wir machten uns um ca. 23:00Uhr auf den Weg zum Hotel. Am Süd Ausgang sollten Taxis stehen, am Nord Ausgang sollten Shuttelbusse zur Verfügung stehen. Nachdem wir eine Stunde lang verzweifelt versucht haben ein Taxi zu ergattern entschieden wir und doch auf die Nord Seite zu Wandern um noch eines der Shuttelbusse zu erwischen. Das Festivalgelände konnte man zum Glück noch betreten. Und so liefen wir ca. eine halbe Stunde quer über das Gelände.

Zu unserem Glück befanden sich immer noch Busse da. Kostenfrei sind wir an die Nächste Station gefahren und von da aus war es nur noch ein Katzensprung in unser Hotelbett. Gegen 1:30Uhr kamen wir glücklich am Hotel an.

Mysteryland war ein wunderschönes und unvergessliches Festival. Durch die liebe zum Detail und dem gut organisierten Ablauf fühlten wir uns gut Aufgehoben. Das Gelände war mächtig groß. Eben ein eigenes Land! Das LineUp war überragend und Zeitlich gut organisiert. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr ML ! Seid ihr dann auch dabei? Never stop the party 😉

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