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Am vergangenen Wochenende fand die 17. Ausgabe des Airbeat One Festivals statt. Das norddeutsche Festival wird von Jahr zu Jahr immer größer. So waren dieses Jahr schon 55.000 Besucher pro Tag vor Ort und auch das Festival- und Campinggelände wurde vergrößert.

Natürlich waren wir wieder mit dabei und fassen für euch unsere Erlebnisse zusammen.

Das Festival stand in dieser Ausgabe unter dem Motto Great Britain.
Die Mainstage – es war ein gigantischer Koloss, welcher 130m Breite und 40m Höhe maß – erstrahlte als eine Kombination aus Big Ben, Tower Bridge, Westminster Abbey, House of Parliament und London eye. Besonders toll war dabei nicht nur das dreidimensionale Design, sondern auch kleine Spielereien, wie beispielsweise das Anzeigen der aktuellen Uhrzeit im Big Ben.
Ein echter Hingucker war außerdem, dass beim großen Feuerwerk am Samstag, einige Feuerwerkskörper vom London eye aus geschossen wurde, sodass ein schöner Effekt entstand.

Die Second Stage, besser bekannt als die Goa Stage, hat das Motto ebenfalls gut aufgegriffen. Die Deko sah aus wie die verzierten Fenster alter Burgen, zudem wurde die Tanzfläche fast verdoppelt und zu bestimmten Zeiten konnte man Feuerkünstler nahe der Stage beobachten. Deren Highlight war ein großer, in Flammen stehender Drache, der an der Stage vorbei getragen wurde.

Unsere Lieblingsstage war The Arena. Im größten transportablen Festival Zelt Europas fand man am Donnerstag noch jede Menge Bassheads die zu Trap, Dubstep und Basshouse abgegangen sind. Am Freitag und Samstag hingegen hatte sich dort Transmission eingenistet. Die Verzierungen um die LED Wände über dem DJ-Pult hatten einen leicht keltischen Look. Der absolute Wahnsinn dieser Stage war jedoch die Licht- und Lasershow. An beiden Tagen fand zudem die „Ceremony of the Warrior“ statt. Eine Show, die speziell die Laser, Lichter und Visuals der Stage hervorheben sollte, ein wahres Spektakel, welches man nicht verpassen dufte.

Auch Q-Dance war selbstverständlich wieder mit am Start. Der „Raving Rooster“ schaffte es dieses Jahr als einzige Q-Dance Bühne nach Deutschland. Neben den klassischen Hardstyle Acts fand man hier auch zu späterer Stunde noch härtere Beats wie Raw oder Hardcore vor. Dabei durfte die Q-Dance Endshow am Samstag natürlich nicht fehlen.

Techno, Tech & Deep House Liebhaber kamen im Terminal-Zelt auf ihre Kosten. Bei dieser Stage hatten wir vorab kaum große Erwartungen an das Stage-Design und waren daher umso mehr überrascht, was die Veranstalter aus dieser Bühne gezaubert haben. Thema waren hier die Londoner U-Bahnen. So erstreckte sich über die Länge des Zeltes und über den Köpfen der Crowd LED Panels in Bogenform, sodass sie wie ein U-Bahn-Tunnel aussahen. Das hatte einen richtig coolen Effekt und hat damit auch diese Stage zu einem echten Highlight gemacht.

Die Organisation 

Zum ersten Mal war das Airbeat One cashless. So hatte man an seinem Bändchen einen kleinen Chip, den man jeder Zeit aufladen konnte. Dadurch wurde es wesentlich sicherer und geregelter. Auch konnte man sich mit seinem Chip jederzeit vom Festival ein- und ausloggen. Dadurch wurde sichergestellt, dass beispielsweise keine Tagesbesucher auf das Camping Gelände konnten. Ein kleiner Nachteil war leider der Umrechnungskurs. Getreu dem Motto hat man auf dem Festival nach Pfund gezahlt. 1 Pfund entsprachen 1,25€. Mittlerweile gibt es so eine „Festival-Währung“ fast auf jedem Festival, sodass man sich an das Umrechnen schon etwas gewöhnt hat. Der einzige negative Punkt war, dass durch den teureren Umrechnungskurs die Preise in Euro verdeckt angestiegen sind.

Das Camp

Es gab zwei verschiedene Campingplätze: Main und Green Camping.
Beim Main Camping kann man neben seinem Auto campen, was wir extrem cool und praktisch finden. Man kann Generatoren und auch etwas lautere Musikanlagen mitbringen. Wer lieber etwas weniger Geld für Camping zahlen möchte und es leiser mag, der hat das Green Camping gewählt. Denn hier waren weder Autos, noch laute Anlagen etc. erlaubt. Wir sind über beide Campingplätze gegangen und haben deutlich den Unterschied wahrgenommen. Wer es also ruhiger mag und auf das Auto am Campingplatz verzichten kann, für den ist das Green Camping (zum günstigeren Preis) eine echt gute Alternative.

Essen & Getränke

Beim Airbeat gab es wieder allerlei Food Trucks mit verlockend duftendem essen. Von Pizza über Handbrot bis hin zu Burger, Pommes und Döner war alles dabei, was das Herz eines hungrigen Festival Besuchers begehrt.

Auch die Getränkeauswahl war gut. Besonders toll fanden wir die Stände abseits der normalen Getränkeausgaben, an denen es frisch pürierten Melonensaft oder frisch geöffnete Kokosnüsse gab, beide natürlich mit und ohne Alkohol.
Die Preise waren allesamt Festivaltypisch. Schade war eben nur der Umrechnungskurs.

Hier ein paar Preise: 

Bier: 4 Pfund (5€)
Wasser: 3 Pfund (3,75€)
Longdrinks: ab 6 Pfund (ab 7,50€)
Kurze: 2 Pfund (2,50€)

Pizza-Brot: 4,5 Pfund (5,63€)
Pulled Pork im Brötchen: 5,5 Pfund (6,88€)
Food Truck – Burger: 8 Pfund (10€)
Pommes: 3 Pfund (3,75€)

Fazit

Alles in allem war es für uns eines der besten Airbeats, die wir miterleben durften. Das Motto Great Britain wurde perfekt umgesetzt, sodass unsere Erwartungen völlig übertroffen wurden. Auch das Line-Up war erste klasse, da wirklich für jeden Geschmack etwas dabei war.

Wir sind extrem gespannt auf die nächste Ausgabe und fragen uns schon jetzt, wie wohl das neue Motto lauten wird, welches die Veranstalter bisher noch geheim halten.

 

Die rasenden Reporter vor Ort:

Mayra & Marius
Ein Sommer ohne Festivals? Gibt es bei mir nicht! Die Atmosphäre auf Festivals ist einfach unbeschreiblich. Wenn dich der DJ komplett mitreißt und du es erst am Ende des Abends bemerkst, wie sehr dir deine Füße wehtun. Ihr findet mich vor allem im Bereich Dubstep & Drum‘n‘Bass!

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