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Vergangenen Donnerstag waren wir für euch beim Tante Mia Tanzt – Festival, dem größten Festival für elektronische Musik im Nordwesten Deutschlands. #festivalseasonisfinallythere 

Anreise

Das Festival ist im niedersächsischen Vechta verortet, Vechta liegt zwischen Osnabrück und Bremen. Es findet dort auf dem Stoppelmarkt statt, es ist eine Festwiese, welche für sonst Volksfeste genutzt wird.

Dieses Jahr sind wir mit dem Zug angereist, vom Bahnhof in Vechta gab es einen Shuttle-Transfer per Bus, welcher uns für 2,00 Euro je Person zum Festivalgelände gebracht hat, die Fahrt dauerte in etwa 5 Minuten. Der Bus hielt quasi direkt am Eingang, nach wenigen Metern Fußweg konnte man bereits den Eingang und die Sicherheitskontrolle erreichen. Wer mit dem Auto angereist ist konnte auf der anderen Seite des Festivals parken und auch von da aus direkt zum Eingang gehen. Das Parken hat im letzten Jahr 5,00 Euro gekostet.

Nach passieren der Sicherheitskontrolle war man direkt im Geschehen, man konnte ummittelbar alle Stages sehen, da alles relativ nah aneinander angeordnet war.

Tante Mia Tanzt 2018, Tante Mia Tanzt, EDM Festival, Deutschland, Mainstage

(C) Timo Münzberg

Tante Mias Stages

Die Mainstage „Tante Mia´s Tanzgarten“ war im Gegensatz zum letzten Jahr vergrößert worden. Als wir ankamen, legte David Puentez auf und heizte den Leuten schon ordentlich ein. Ein großer Teil des Bodens vor der Mainstage war mit Platten ausgelegt, sodass man dort gut tanzen und stehen konnte.

Links neben der Mainstage befand sich „Tante Mia´s Diele“, die House-Stage, diese war wie letztes Jahr in einem großen Zirkuszelt zu finden.

Rechts neben der Mainstage befanden sich Tante Mia´s Gute Stube, die Stage für die Techno-, Techhouse-Sounds und dahinter befand sich dann Tante Mia´s Bassküche, die Handstyle Stage.

Alle Stages hatten ein einheitliches Design. Es gab an jeder Stage verschiedene Lichteffekt, sowie Konfetti-Shooter, sowie Screens mit Animationen, angepasst an den Act der grade auflegte.

Tante Mia Tanzt, Tante Mia 2018, Mainstage,

(C) Timo Münzberg

Essen und Trinken

Der Food-Court befand sich in der Mitte des Festivals und war kreisförmig aufgebaut. Dort gab es von Pommes und Bratwurst bis hin zu Burritos, Asia-Nudeln, Burger, Pulled Pork und Handbroten alles was das Herz begehrt. Dort wurde mit Bargeld bezahlt.

Zu Hauptzeiten herrscht dort schon großer Andrang und ich habe 20 Minuten auf eine Pommes gewartet, diese kostet 2,50 Euro. #wennallehungerhaben

Später habe ich mir noch einen Burrito geholt, dieser war heiß, frisch und sehr lecker und es gab keine Wartezeit. Für 6,00 Euro hatte man dann schon eine ordentliche Portion bekommen. #lecker

Insgesamt gab es eine gute Auswahl an verschiedenen Gerichten, sodass für jeden etwas dabe war. Man konnte auch überall die Allergene erfragen, was ja für den ein oder anderen, sowie mich,  wichtig sein könnte, das ist mir sehr positiv aufgefallen. #top

An jeder Stage gab es einen oder mehrere Getränkestände, in Tante Mia´s Diele, sowie bei der Techno- und Techhousestage, gab es zusätzlich noch eine Cocktailbar. Bezahlt wurde hier mit Groschen, welche auf Groschenkarten abgestrichen wurden. Diese musste man sich zuvor an den Groschenkassen holen, dort herrscht eigentlich immer großer Andrang, sodass es etwas länger dauerte bis man seine Groschenkarte hatte. Man konnte die Groschenkarten auch nur zu zwei verschiedenen Beträgen erwerben, entweder für 15 Euro oder für 30 Euro. Ein Groschen entsprach 1,50 Euro.

Am Ende des Tages konnte man seine übrigen Groschen an einer Kasse wieder zurück tauschen oder seine Karte ausfüllen und an einem Gewinnspiel von Tante Mia Tanzt teilnehmen, wo es u.a. Karten für den World Club Dome zu gewinnen gab. Dazu musste man die Karte in eine Losbox werfen, die wir allerdings nicht gefunden haben.

Die Auswahl an den Getränkeständen war in Ordnung, es gab Wasser, Cola, Fanta, Sprite, Bier und viele Schnäpse zum Mischen, sowie auch als Shots. Ein Wasser kostete einen Groschen (1,50 Euro). Ein Bier kostete 2 Groschen, also 3,00 Euro, jeweils im 0,3 Liter Becher. Ein Mischgetränk z.B. Vodka Energie kotete 3 Groschen(4,50 Euro) in einem 0,2 Liter Becher. Die Preise sind okay, weder zu teuer noch überraschend niedrig. Leider gab es keinen Sekt, Hugo, Wein oder ähnliches, dass finde ich sehr schade, da ich doch der Meinung bin, dass sowas immer gern getrunken wird, auch von mir. #fortheladys

Außerdem gab es noch eine Shisha-Bar, dort konnte man sich für 10,00 Euro und gegen Abgabe des Personalausweises eine Shisha leihen, dazu bekam man noch eine Decke, sodass sich um den Stand eine Deckenlandschaft zum Shisha-Rauchen bildete. #dampfwolken

Das stille Örtchen und die „Pippi-Flat“

Die Toilettensituation gestaltete sich anders als im Vorjahr, es gab dieses Mal zwei Stationen mit Toiletten, einen größeren Bereich direkt an der MainStage und einen in Nähe der Techno- und Techhouse Stage. Man konnte sich an der größeren Station entscheiden, ob man aufs Dixie möchte oder in einem der Toilettenwagen auf die Toilette möchte, allerdings kostete die Benutzung dieser Toiletten jedes Mal 0,50 Cent. Es bestand auch die Möglichkeit eine „Pippi-Flat“für 5,00 Euro zu buchen, was sich meiner Ansicht nach keinesfalls gelohnt hätte. An sich finde ich es gut die Wahl zu haben, vor allem im Vergleich zum Vorjahr, damals gab es nur Dixies und zu wenig Toiletten. Andererseits sind wassergespülte Toiletten, bei vielen Festivals schon Standard.

Highlights Tante Mia Tanzt

Ich habe mich überwiegend in Tante Mia´s Diele und bei der Mainstage aufgehalten, besonders in Erinnerung bleibt mir das Set von Kungs, er hat wirklich einen guten Job gemacht und ein super energetisches Set hingelegt, was ich von ihm irgendwie nicht erwartet hätte. #thumpsup

Sehr gefreut habe ich mich auch auf Zonderling, allerdings sollte sein Set um 18.30 Uhr beginnen, kurz davor sah ich wie EDX anfing die Kabel am Mischpult umzustecken und dachte mir schon irgendetwas stimmt nicht, baut EDX etwa für Zonderling die Technik auf? Nein, EDX begann sein Set um 18.30 Uhr und Zonderling dann im 20.00 Uhr. Ihre Set-Zeit wurde getauscht, seitens Tante Mia Tanzt wurde die Änderung auch bei Facebook veröffentlicht, leider hab ich es wegen meinem schlechten Handyempfang vor Ort nicht gesehen, was aber kein Problem war.

Auf der Mainstage übernahm um 20.50 Uhr Nicky Romero und sorgte ebenfalls ein super tanzbares Set!

Mein absolutes Highlight war natürlich Don Diablo, er spielt als letzter Act von 22.30 Uhr bis 00.00 Uhr. Sein Auftritt hat mal wieder sehr überzeugt und ich hatte wirklich Spaß dabei, besonders als er auf mich gezeigt hat, als ich meine zweite Fahne hochgehalten habe. #fangirlmoments

Tante Mia Tanzt, Tante Mia Tanzt 2018, EDM Festival, Deutschland, Don Diablo

(C) Tante Mia Tanzt

Besonders positiv aufgefallen ist mir, dass die Leute insgesamt auf dem Festival sehr nett waren. Kurz bevor Don Diablo seine Show begonnen hat, habe ich meine Fahne herausgeholt und mich dann in die Menge vor der Bühne begeben, viele Besucher haben mich ohne Meckern und Murren vorgelassen, u.a. mit den Kommentaren „Du bist ein richtiger Fan, du musst nach Vorn!“, nicht, dass ich für mich unbedingt einen Platz vorne beanspruche, aber bei anderen Festivals wird teilweise jeder Zentimeter hart umgekämpft.

Schön war auch, dass fast jeder Act einen Song von Avicii in sein Set mit eingebaut hat, ich bekam jedes Mal Gänsehaut, sowie vermutlich die Meisten! #goodbyeavicii

Nach Don Diablo´s Set, welches mit einem fulminanten Feuerwerk, Rauch und Konfetti zu Ende ging, war es Zeit abzureisen. Was sich leider vor allem, für Leute die einen weiteren Weg haben als schwierig gestaltete.

Heimweg

Ich wusste schon im Vorhinein, dass nach Don Diablo´s Set keine Möglichkeit mehr bestand, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die 125 km nach Hause zu fahren. Es hätte bis 21.30 Uhr die Möglichkeit gegeben, vom Hauptbahnhof Vechta dann noch einen Zug zu nehmen. Natürlich habe ich mich dagegen entschieden vor Don Diablo nach Hause zu fahren. #ultrafan

Seitens des Veranstalters gab es nach Ende der Veranstaltung einige Busse, welche in die umliegenden Orte gefahren sind, diese Fahrt kostete 5,00 Euro. Dies ist einerseits natürlich toll für alle Leute die dort wohnen. Ich hätte gern am Veranstaltungsort direkt ein Taxi genommen, leider gab es einerseits keinen ausgeschilderten Taxistand, andererseits aber auch weit und breit keine Taxis. Sodass wir uns entschieden zumindest einen Bus in unsere Richtung zu nehmen und 30 km näher an meine Heimatstadt zu kommen. Von da aus haben wir uns dann ein Taxi organisieren können und waren schlussendlich um 02.30 Uhr zu Hause. #abinsbett

Für die Zukunft wäre es toll, wenn es Busse geben würde, welche in die nächstliegenden größeren Städte, z.B. Osnabrück und Cloppenburg, fahren würden.

Außerdem würde ich mir einen Taxistand wünschen, sodass man einerseits weis wo man ggf. überhaupt nach einem Taxi suchen kann und das man auch sicher gehen kann, dass man im Falle eines Falles darauf zurückgreifen kann.

Ich empfehle daher, für alle Leute die eine weitere Anreise haben, mit dem Auto dort hin zu fahren. Wir waren für ein Auto zuviel Leute, sodass wir uns für den öffentlichen Verkehr entschieden haben.

Fazit

Insgesamt kann ich euch, dass Tante Mia Tanzt Festival aber wärmstens empfehlen, um in die Festivalsaison zu starten. Es ist ein eher gemütliches Festival, mit hochkarätigem Line-Up, was in der Form, vor allem in der Region, seines gleichen sucht.

Tante Mia lädt euch nächstes Jahr am 30.05.19 ein mit ihr zu tanzen!