Tomorrowland. Ein Festival, welches seines Gleichen sucht.

Letztes Wochenende waren wir, Mayra und Marius,(zum zweiten Mal) dort und konnten jede Menge Eindrücke sammeln und wunderschöne Momente festhalten.

Tomorrowland

Dreamville & The Gathering

Fangen wir mal ganz am Anfang an. Das Festival startete am Donnerstag mit der Anreise beim Dreamville Campingplatz und mit dem Gathering. Für uns ging es gegen 6 Uhr morgens von zu Hause los, sodass wir gegen halb 1 in Boom ankamen. Die Anreise war auch dieses Jahr wieder sehr gut organisiert und wir kamen schnell auf dem uns zugewiesenen Parkplatz zum Stehen. Glücklicherweise hatten wir uns gut vorbereitet, denn beim Tomorrowland sind die Wege enorm weit.

Schätzungsweise war der Weg von unserem Auto bis zum Camp um die 3km lang. Ausgestattet mit einem Bollerwagen war es dann aber kein Problem, unser Gepäck über die ausgelegten Holzwege zu ziehen. Daher der Tipp: Versucht einen klappbaren Bollerwagen oder eine Sackkarre mitzunehmen. So erleichtert ihr euch die Wege und habt später mehr Energie für das Festival! 😉
Das Campinggelände für die Magnificent Green’s wird immer Step by Step geöffnet. Man muss sehr schnell sein, um einen guten Platz zu bekommen. Außerdem muss sofort das Zelt ausgebreitet werden, damit man nicht von den anderen Zelten eingeengt wird. Achtet auch auf die weißen Linien auf dem Boden, die die Wege markieren, denn diese dürfen mit dem Zelt nicht überschritten werden.

Tomorrowland
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Dreamville
Dreamville
Dreamville

Wenn dann alles steht und verstaut ist, ist es Zeit zum Erkunden. Denn dafür braucht man viel Zeit. Allein der Marktplatz und die Chill Out Area geben viel zum Entdecken und Bestaunen her. Mit so viel Liebe zum Detail reihen sich die einzelnen Stände auf dem Marktplatz aneinander.

Wieder mit dabei: die MAC Stylisten sowie der Haarsalon. Obwohl sich die Preise dort von 2 auf 5 Pearls erhöht haben, lohnt sich ein Besuch dort auf jeden Fall. Auch wieder mit dabei war der Lidl-Store, der einem eine super Auswahl an Nahrungsmitteln und Campingutensilien geboten hat. Einziges Manko waren die teuren Wasserpreise (1,5L für 3€, Vergleich: 1L frisch gepresster Orangensaft: 1,50€).

Ebenfalls gab es beim Lidl kein gekühltes Bier. Dieses konnte man ausschließlich vom Tomorrowland selbst kaufen. Seien es Dosen, die man sich vorbestellen konnten oder eben an den unterschiedlichen Getränkeständen. Neben den üblichen Ständen, wie der Bäckerei, dem Merchandise Store, Dreamville Radio etc., war dieses Jahr die Donuteria neu, die ein sehr verlockendes Angebot an Donuts hatte.

Die Gathering Bühne spielte ab 13:00 Musik – vorrangig Techno. So wurde man von entspannten Klängen während der Anreise begleitet. Etwas später wurde die Musik Elektro-lastiger. Special Guest um 23:00 war Afrojack und ganz am Ende spielte noch Yves V.

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Die 16 verschiedenen Bühnen von Tomorrowland

Amicorum Spectaculum – so lautete das diesjährige Motto beim Tomorrowland. Übersetzt bedeutet es in etwa „die Darstellung der Freude“ oder „Das Schauspiel der Freude“. Der russische Zirkus aus den 1850ern steht bei diesem Motto im Mittelpunkt. Und nach diesem Thema wurde auch die Mainstage entworfen.

Es war ein riesiger Zirkus, bei dem es an jeder Ecke etwas zu entdecken gab: kleine Wasserfontänen, ein Karussell, Jahrmarktsbeleuchtung, ein Ballett inklusive Aufführung, Clownsgesichter, Schausteller und unendlich viele Schnörkel und kleine Details. An den beiden Ausgängen durch die Bühne hindurch konnte man sogar Zuckerwatte und Popcorn kaufen. Besonders im Dunkeln war die Stage in wahrer Hingucker. Also wer da keine Gänsehaut bekommen hat…!

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Dieses Jahr gab es auch neben der Mainstage noch fünf weitere neue Bühnen. Jede einzelne war einfach wunderschön. Da gab es zum Beispiel die zweitgrößte Stage, die die ehemalige „Opera Stage“ ersetzt hat. Die Freedom Stage, so hieß sie, war ein Zelt mit offenen großen Seiteneingängen. Überall, wo man hingeschaut hat, waren Bildschirme, durch die die Stage mit den richtigen Mustern lebendig gewirkt hat. Ein weiteres Plus bei dieser Bühne war die angenehme Luft durch ein sehr gutes Klimaanlagensystem. Besonders die Genres Trance und Goa hätte ich mir auf dieser Bühne perfekt vorstellen können und weniger Elektro.

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Ebenfalls neu war „The Organ of Harmony“, die besonders am ersten Tag durch die extra Dekoration des Stage Hosts elrow ganz speziell und fantasievoll aussah. Ein Highlight bei dieser Bühme waren die Wassersäulen. Sie war ein bisschen, wie eine Miniausgabe einer Mainstage

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Eine neue Bühne, die es mir vom ersten Moment an angetan hat, war „The Core„. Diese hat sich ein bisschen versteckt in einem Wald befunden. Unter einem Blätterdach mit vielen Glühbirnen als Dekoration war diese Bühne der ultimative chill out Bereich, aber auch gut zum feiern in der Sonne. Die Blätter haben genügen Schatten gespendet.

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Eine weitere neue Bühne,“The Cage„, hat sich einige Meter über der Rave Cave befunden. Man ist in ein verlassenes brüchiges Gebäude hineingegangen, welches mit unheimlichen Lichtern beleuchtet war. Einige Stufen, die um die Ecke gingen, führten dann in ein Kellergeschoss, in welchem der Floor war. Diese Bühne war sehr dunkel und dennoch faszinierend. Lange konnte man es dort unten aber nicht aushalten, da die Luft sehr schnell verbraucht und aufgeheizt war.

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Die letzte neue Bühne war „The New Garden of Madness„. Wo letztes Jahr noch ein einfaches Zelt gestanden hat, hat man dieses Jahr wortwörtlich den Garden of Madness vorfinden können. Diese Bühne hat einen von Anfang an in den Bann gezogen. Denn über den Köpfen der Partycrowd war ein Dach aus wild wachsenden rosafarbenen Blumen und Blättern. Diese Bühne war perfekt, denn sie schützt vor Regen, Sonne und trotzdem ist sie Open Air.

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Die restlichen Bühnen sind geblieben, wie letztes Jahr. Unser Highlight war „The Rose Garden„. Nicht nur wegen des Line-Ups am Freitag (Monstercat als Stage Host), sondern weil diese Bühne alles in allem perfekt ist. Der Drachenkopf, der ständig seinen Kopf bewegt und zornig über die Menge schaut und verächtlich schnaubt, die ausgebreiteten Flügel, die Schatten spenden, die Chance, Bilder mit DJs machen zu können und die private Atmosphäre, die man auf dieser Bühne verspürt hat.

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Essen & Trinken auf dem Tomorrowland Festival

Beim Tomorrowland gab es wieder allerhand Auswahl an Essen und Getränken. Verschiedene Burger, belgische Pommes, italienische Pizza, Pita und Asia Nudeln konnte man an jeder Ecke finden. Es gab aber auch viele Stände, die gesunde Gerichte angeboten haben, wie beispielsweise die Salat Farm, Frozen Yoghurt usw. Abgesehen davon gab es auch Sushi, Paella, Wraps in jeder Menge Variationen, getoastete Sandwiches und und und. Dann gab es noch Bereiche, in denen Foodtrucks aufgebaut waren. Selbst für alle Süßen war etwas dabei: Belgische Schokolade, Bubble Waffles oder normale Waffeln. Auch an Obst und Smoothies hat es nicht gefehlt. Auf dem Dreamville konnte man sogar zum Frühstück eine Smoothie Bowl essen oder sich Pancakes holen. Jeder, der etwas mehr Geld in die Hand nahm, konnte auch Steak in richtigen Restaurants essen.
Und die Preise? Die waren natürlich Festival typisch und teilweise sogar noch teurer. Gefährlich ist die Tatsache, dass man immer die Preise von Pearls in Euro umrechnen muss, ansonsten verliert man sehr schnell den Überblick.

Zur Info: 1 Pearl = ca. 1,53€.

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Softgetränke und Wasser gab es beim Tomorrowland für humane 2 Pearls. Für 3,75 Pearls konnte man sich 0,4L Bier oder 0,3L Rosé Wein holen. Und für etwas mehr Geld gab es dann auch Cocktails oder Longdrinks. Zwischen 8 und 10 Pearls gab es verschiedene Variationen von Gin Tonic. Aber auch bei Lipton (ab 7 Pearls) und Aperol Sprizz (ab 5 Pearls) hat man leckere Cocktails bekommen. Bei der Aperol Bühne gab es sogar große Pflanzenkübel mit verschiedenen Käutern, die man sich in die Drinks machen konnte, wie zum Beispiel Minze oder Rosmarin.

Sofgetränke + Wasser = 2 Pearls

Bier (0,4l) = 3,75 Pearls

Wein (0,3L)= 3,75 Pearls

Cocktails / Longdrinks = 8 – 10 Pearls

Aperol Spritz = 5 Pearls

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Dekorationen & Specials auf dem Tomorrowland Festival

Es gab dieses Jahr einige Überraschungen und Geheimnisse beim Tomorrowland zu entdecken. Jeden Tag wurde man aufs Neue überrascht. Seien es Blechtrommler, die auf einmal Musik gemacht haben, Schausteller und Musiker in großen Rädern oder DJ-„Statuen“, die für Stimmung auf dem Marktplatz gesorgt haben. Das Beste war die zweitgrößte Hüpfburgwelt der Welt, die wie aus dem Nichts auf einmal vor der Gathering Bühne stand. HOLD MY SHOES!

Die Dekoration beim Tomorrowland ist unvergleichbar. Man kommt gar nicht aus dem Staunen wieder raus. Wir versuchen gar nicht erst, diese Dekoration irgendwie in Worte zu fassen. Dem würde man nicht gerecht werden. Highlight war unter anderem der neue Lipton Bereich. Hier wurden Teile der ehemaligen Opera Stage integriert. Außerdem ein kleiner Basar mit Schaustellern und natürlich wieder das gratis Riesenrad, von dem man den perfekten Blick auf das Festival und deren Ausmaße hat

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Unser Highlight…

…war auf jeden Fall die Monstercat Stage. Abgesehen von dem Line-Up war dort die Stimmung großartig. Es wirkte ganz privat und jeder einzelne ist auf dieser Bühne abgegangen wie der Teufel. Jeder der dort war, war aufgrund der Musik da und hat beim Feiern absolut alles gegeben. Angenehmstes Feiern mit bester Stimmung. Außerdem waren die DJs dort wirklich super cool drauf. Sie haben sich alle Zeit der Welt genommen, Bilder mit Fans zu machen, sind sogar aus den Absperrungen rausgekommen und haben längere Zeit dort verbracht. Wie eine große Monstercat Family! Ansonsten war das Feuerwerk dieses Jahr echt wahnsinnig und um einiges besser als letztes Jahr.

Tipps für dein Wochenende auf Tomorrowland

* Riesenrad so häufig wie möglich fahren – es ist umsonst und man steht nicht lange an
* Einen Bollerwagen oder eine Sackkarre mitnehmen
* Schnellstmöglich beim Campingplatz den Zeltplatz sichern
* Eine wetterfeste Regenjacke mitnehmen
* Ausreichend Zeit, um das Festival zu erkunden
* Jede Stage im hellen und im Dunkeln besuchen

Tomorrowland ist einfach eine Welt für sich. Ein teurer Spaß, der sich immer wieder lohnt und das Geld wert ist. Leider hätte das Wetter am Samstag und Sonntag besser sein können, das war wirklich schade. Trotz des schlechten Wetters können sich alle, die nächstes Wochenende dort sein werden auf unbeschreibliche Bühnen und faszinierende Dekoration mit viel guter Musik freuen. Have fun! 🙂

About the autor

Mayra kennt sich in der Welt der elektronischen Musikfestivals genau so gut aus wie in ihrer eigenen Hosentasche. Sie lebt den PLUR-Lifestyle und führt einen eigenen EDM Blog. Für Ravepedia ist sie als Festivalreporter auf den angesagtesten Festivals in Europa unterwegs.

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